Nicht datiert! . . . (August 1951 *)

Reiner, reiner ist heut dieser Lohn,
den wir gestern zagend noch empfangen:
Mond ist in der tiefsten Stunde schon
hinter Meer und Inselwelt mit Prangen
05 hingesunken. Und das Heer, mit Flügeln
blinkend, kommt von schwarzen Hügeln,
Heiles Schilde mächtig in den Händen,
helfend nieder: grunderregte Welle
drängt, die falschen Lichtes trüglich blenden,
10 Todesfürsten nach der Felsenschwelle.
Und die Pforte donnert überm Drohn.

SYNOPSE aller Fassungen:
Infos
  • Details: V. 04/05 mit] von Kutter mit Bleistift unterstrichen (Wiederholung)
  • Besonderes: Durchschlag (Lieferung Ia, 11.8.1951)
    Markus Kutter an Raeber, 16.8.1951:
    Grammatikalische Schwierigkeiten habe ich auch beim zweiten Gedicht; so ist mir Vers 9 unbegreiflich. Blenden die Todesfürsten trüglich «in falschem Licht? Unschön finde ich die Repetition Vers 4 und 5: „mit Prangen“, „mit Flügeln“. Den Heiles Schilden steh ich skeptisch gegenüber; sie erinnern mich ohne böse Absicht an das Strassburger-Denkmal vor dem Bahnhof SBB. Uebrigens fällt mir auf, wie rhythmisch differenziert der erste Vers gestaltet ist: - v – vv – vv -, während die andern recht harmlos ihr Schema ausfüllen.»
  • Letzter Druck: Unpubliziert
  • Textart: Verse
  • Datierung: fehlt
  • Fassung: Zwischenfassung
  • Schreibzeug: Schreibmaschine
  • Signatur: E-03-A-01/j
  • Seite / Blatt: 05
  • Textverweis: Von Markus Kutter, 16.8.1951
  • Identisch mit: Typoskripte 1951