Entstanden: 19. Juli 1956

Das Gartenfest, wo den Mond
der Lampion
bunt (be)drängt
wiegt leicht auf dem Gesprächsschaum,
05 (und) auf dem Lachgischt der Gäste,
bis morgens vier Uhr der Sturm
es hinwegträgt und es zerschellt
an der Zacke des Blitzes und seine Reste
bald unter der
10 schwarzen Wandung des Donners
unkenntlich liegen, verbeult. // 100
Da steht, ganz anders,
das stille Nachmittagsstrandfloss in der
atmenden Wiese des Meeres,
15 weiss steigen des Lachens Möven
zur neu gereinigten und scheinbar sprunglosen Schale
an den Strandkörben auf.
Das Aug aber bleibt unten
und fasst nur die paar wenigen Wimpel,
20 die Stunden des festen Tags,
die flattern über den Schwimmern,
schnell in die Woge weglaufenden, braunen Minuten.

SYNOPSE aller Fassungen:
Infos
  • Letzter Druck: Unpubliziert
  • Textart: Verse
  • Datierung: vollständig
  • Fassung: Erste Fassung
  • Schreibzeug: Bleistift
  • Signatur: A-5-c/10
  • Seite / Blatt: 099, 100