Streit des Mädchens mit seinem Freund, weil er zugleich mit ihr die Tochter des Hauswirts in die Oper einlud. (Das Gespräch am Kühlschrank in der Küche als erste Szene): Eruption der Leidenschaft, aus der dem Freund die Lage erst klar wird. Dies in der zweiten Szene oben im Zimmer des Mädchens. Dann als dritte im Foyer der Oper: die Eifersucht bricht wieder auf beim Gespräch über das Stück. Der junge Freund des Geliebten tritt dazu, sucht zu vermitteln.
02 Vierte Szene: das Mädchen erscheint in grosser Toilette in der Vorstadtkneipe (auf der Vorstadtstrasse) und wird von (betrunkenen) Arbeitern, die ihr Wochenende feiern, umringt, angesprochen, ihre Situation wird von ihnen gleich erkannt und drastisch ihr klargemacht. Der Protagonist der Arbeiter tritt als Hermes auf, ironisch, schneidend, verletzend und liebend. Führt sie aus ihr selbst hinaus. (Gegenstück des jungen Freundes). – Fünfte Szene: Das Mädchen wird zu Hause von den andern, Beängstigten, aufgefunden. Der junge Freund ist mit gekommen. Das Mädchen erkennt in ihm den Arbeiter wieder, die Fortsetzung und Gegenwart dieses Nahen-Fremden in ihrem Bereich. Der Geliebte und die Tochter // 083 des Hauswirts holen Getränke: Haben schon einen neuen Abend miteinander ausgemacht.
03 Rolle der Mutter der Wirtstochter: Sie fordert, ahnungslos den Liebhaber auf, ihre Tochter in die Oper mitzunehmen, sie sei sonst zu fleissig, ohne Umgang. Figur der gutmütigen Ahnungslosen, die im Grund mehr weiss als sie zu wissen zugibt. Ganz auf das pralle Leben gerichtet, dessen üppige Verkörperung.

