Entstanden: 07. Februar 1956

Ball, fällst du, achtlos gestossen,
hinab in den Schacht und triffst auf 
auf das Glanzschwarz des Grunds
und verwirrst es, erhellst es,
05 bis dass es befestigt dich hin ein wenig
schupst und ein wenig her schupst zum Wandnass. // 069
Aber ich glaube, du triffst nicht auf
auf das Glanzschwarz des Grunds,
der Schacht ist lang, und unten
10 weiss man nicht wo unten ist und wo oben,
und das Glanzschwarz des Grunds ist unten und
oben. 
Und die Augen, die unten,
offen im Glanzschwarz warten,
dass du ankommst, die selben
15 warten auch oben im Glanzschwarz auf den Aufschlag
noch vor allem Fallen. 
So bleib denn still, Ball, und warte:
denn langsam dreht sich der Schacht,
warte mit Fallen, dann bist du oben und unten
und gewinnst das Lachen nicht der Augen, // 070
20 nicht das Weinen der andern.
Doch alle halten, Augen im Glanzschwarz,
dich am Seil fest der straff gespannten Erwartung.

SYNOPSE aller Fassungen:
Infos
  • Letzter Druck: Verstreutes
  • Textart: Verse
  • Datierung: vollständig
  • Fassung: Zwischenfassung
  • Schreibzeug: Bleistift
  • Signatur: A-5-c/10
  • Seite / Blatt: 068 (unten), 069, 070