Entstanden: 22. Oktober 1955

Mich reisst ein Schrei aus dem Fenster,
doch meine Flügel verwirren sich in die gespannten
Fäden,
ich hänge über den Gärten,
duch die das Auto herumsucht,
05 herumsucht und seinen Schein überall hin wirft,
in die Gärten und Büsche.
Die alte Dame, erregt, trinkt drüben im
Erker Tee mit ihrem Erretter // 015
Aber im Busch am Eingang der Villa,
steht aus den bitteren Blättern der Strolch auf,
10 der sie geängstigt und grüsst mit seinen Augen
herauf, mich, und entwischt,
der ich in den Fäden, über das Fenster
gespannten, hänge,
gehindert, zu fliegen zur Hilfe hinab,
gehindert zurückzusteigen ins Zimmer,
so gänzlich ins Netz verwirrt.

SYNOPSE aller Fassungen:
Infos
  • Besonderes: Notizen (S. 129):
    «Alte Frau, auf dem Heiweg von einem Strolch verfolgt, ruft um Hilfe, ein Auto hält an, sucht mit ihr im Villenvorort, aber vergeblich, wegen der vielen dunklen Gärten. Sie tröstet sich mit Tee in der Villa des Retters.
    Ich springe aus dem Fenster, aber meine Flügel fangen sich in die gespannten Fäden. Jetzt hänge ich über der Strasse»
  • Letzter Druck: Die verwandelten Schiffe 1957
  • Textart: Verse
  • Datierung: vollständig
  • Fassung: Erste Fassung
  • Schreibzeug: Bleistift
  • Signatur: A-5-c/10
  • Seite / Blatt: 014, 015