Am Band hält der Knabe das Lamm,
dass es ihm nicht wegläuft und nicht
hinaufläuft den Zickzackweg
durch die Felsen auf den Berg Gauri Sankar,
wo es im Eis sicher erfröre[.] // 011
05 statt hier warm zu bleiben auf den Knien der Mutter,
darauf ihr Sonnenantliz herabscheint.
Du sollst, mein Lamm, nicht ziehen am Band,
denn sicher willst du nur den Zickzackweg
hinauf durch die Felsen laufen,
wo wir im Eis sicher alle beide erfrören
10 auf dem hohen schneeglänzenden Berg Gauri Sankar.
Gauri Sankar: Maria, Jesuskind und Lamm (a*)
- Details
- Konvolut: Notizbuch 1955-57
- Besonderes:
Darunter ein Pluszeichen und Neubeginn (b*)
Notiz (S. 130):
Maria, Jesuskind, Lamm am Fuss des Gauri Sankar: Das Kind ermahnt das Lamm dazubleiben. Der See oben gefroren, Drache tot. Ausserdem eine Expedition der Universität Kioto (Buddhisten) auf dem Weg - Letzter Druck: Unpubliziert
- Textart: Verse
- Datierung: vollständig
- Fassung: Erste Fassung
- Schreibzeug: Bleistift
- Signatur: A-5-c/10
- Seite / Blatt: 010, 011 (oben)

Gauri Sankar: Maria, Jesuskind und Lamm
Gauri Sankar heisst der höchste Berg im
Himalayagebirge,
[ an dessen Fuss der Knabe das Lamm hält,
das Spiellamm am Band, dass es ihm nicht
wegläuft
den Zickzackweg hinauf zum See auf halber
Höhe, ]
Der Knabe hält
Am Band hält der Knabe das Lamm,
dass es ihm nicht wegläuft und nicht am
hinaufläuft den Zickzackweg
durch die Felsen auf den Berg Gauri San-
kar,
wo es im Eis sicher erfröre. //

wie die Mutter versichert
05 statt hier warm zu bleiben auf den Knien der Mutter,
darauf ihr Antlitz Sonnenantliz herabscheint.
Du sollst, mein Lamm, nicht ziehen am Band,
denn sicher willst du nur den Zickzackweg
hinauf durch die Felsen laufen,
wo wir im Eis sicher alle beide erfrören
10 auf dem hohen schneeglänzenden Berg Gauri Sankar.
Inhalt: Notizen, 42 Entwürfe zu 37 Gedichten (1 Endfassung)
Datierung: 6.10.1955 – 7.4.1957
Textträger: schwarzes Notizbuch (Krokodil, Plastik), Bleistift
Umfang: 130 beschriebene Seiten
Publikation: Die verwandelten Schiffe (10 Gedichte), GEDICHTE (5 Gedichte), Verstreutes (3 Gedichte)
Signatur: A-5-c/10 (Schachtel 29)
Spätere Stufen: Manuskripte 1955, 1956, 1957, Typoskripte 1955, 1956, 1957
Kommentar: Die Prosanotate, von hinten her bis S. 117 eingetragen, entstammen der Legenda aurea des Jacobus de Voragine und den religionswissenschaftlichen Studien von Mircea Eliade
Wiedergabe: Edierte Texte, Abbildungen, Diplomatische Umschriften (auch von den Prosanotaten)