Entstanden: 21. März 1954

Dass aus den Quallen,
aus dem Wogenwühlen,
herangewühlt ans Land
der tote Fisch,
05 der dunkle Fisch,
nach langem Wandern durch die Ozeane
an dieser Insel Ufer
aus dem Maul entlässt verschlammt,
und ganz in Quallen fallend auf den Sand
10 den Knaben, den die Leute
zaghaft, nahetretend,
aus dem Gestank geborstnen Bauchs befrein.
Sie dachten, dass er in der Blume käme,
die still her schwämme in der hellen Nacht:
15 er sässe sinnend mitten in der Knospe,
die spränge über seinem Haupte auf.
Und nun erschreckt sies,
dass er in dem Fisch,
dem grossen Leichnam, den die Stürme bringen,
20 herankommt,
ganz im Stank und Schleim des Magens [der], // 012
der lächelt nun und geht
voran zur Stadt zurück, 
als ihn die Weiber wuschen.

SYNOPSE aller Fassungen:
Infos
  • Besonderes: Notiz (S. 130):
    Der Knabe steigt aus einem toten Fisch, der ans Land geschwemmt wird, oder aus einer Blume, die sich auf dem Wasser schwimmend öffnet. Oder: Der Fisch trägt einen Toten ans Land.
  • Letzter Druck: Unpubliziert
  • Textart: Verse
  • Datierung: vollständig
  • Fassung: Erste Fassung
  • Schreibzeug: Bleistift
  • Signatur: A-5-c/07
  • Seite / Blatt: 011, 012 (oben)