Vom Felsen hängt ihm am Seil,
läutend die Speise herab,
als ob er nicht hätte genug
der Speise drin in der Höhle.
05 Speise sind ihm die Nächte,
nähren mit dem täglich neu gebackenen,
nimmer dorrenden
inneren Brot.
Wenn das Wasser ihm kommt herab
10 im Krug, der hängt an dem Seil,
dann vergisst er der Wasser des Sees,
die mühsam er schöpfte.
Dort spiegelte Licht sich,
hier ist es.
Vom Felsen hängt ihm am Seil …*
- Details
- Konvolut: Notizbuch 1952-54
- Letzter Druck: Unpubliziert
- Textart: Verse
- Datierung: vollständig
- Fassung: Erste Fassung
- Schreibzeug: Bleistift
- Signatur: C-2-b/05
- Seite / Blatt: 119

Vom Felsen hängt ihm am Seil,
läutend die Speise herab,
als ob er nicht hätte genug
der Speise drin in der Höhle.
05 Speise sind ihm die Nächte,
nähren ihn mit dem täglich neu gebackenen,
nimmer dorrenden Brot,
inneren Brot.
Wenn das Wasser ihm kommt herab
10 im Krug, der hängt an dem Seil,
dann vergisst er der Wasser des Sees,
die mühsam er stille schöpfte.
Dort spiegelte Licht sich,
hier ist es.
22.5.53
Inhalt: 131 Entwürfe zu 121 Gedichten (17 Endfassungen), Motiv-Notizen, 4 Briefe
Datierung: 16.12.1951 – 13.1.1954
Textträger: Rotbraunes Notizbuch, liniert, Bleistift
Umfang: 193 beschriebene Seiten
Publikation: Die verwandelten Schiffe (20 Gedichte), Verstreutes (3 Gedichte)
Signatur: C-2-b/05 (Schachtel 79)
Spätere Stufen: Manuskripte 1952, 1953, 1954, Typoskripte 1952, 1953, 1954
Kommentar: S. 184-195 Motiv-Notizen, von hinten her eingetragen
Wiedergabe: Edierte Texte, Abbildungen, Umschriften