Entstanden: 20. März 1961

Die Welle
zieht den Kies ins Weite, und erschreckt
den Vogel, der
die weissen Schäume fürchtet: denn sie
05 lecken unersättlich mit der Zunge,
die salzig brennt. Der Vogel
beneidet das Wasser um das Salz und zieht
die Klauen an und dreht
hinaus ins Weite, dehnt
10 die Flügel wie
die Wellen ihre Kämme
dehnen. Die Fische // 02
springen. Selten
fällt der Vogel auf sie nieder. Meistens
15 schwebt er, döst und taumelt
traumlos und erinnert sich
bald an keine
dieser Küsten mehr, nicht
an eine dieser Küsten mit den
20 Kieseln, die glatt
liegen, und bereit,
dem Wink und Ziehn zu folgen und mit
weissem Klirren kichern.

SYNOPSE aller Fassungen:
Infos
  • Besonderes: Verso: Typoskripte (Bl. 01: Halde), durchgestrichen; (Bl. 02: TIERE UND PFLANZEN für Werner Kaegi)
  • Letzter Druck: FLUSSUFER 1963
  • Textart: Verse
  • Datierung: vollständig
  • Fassung: Zwischenfassung
  • Schreibzeug: Bleistift
  • Signatur: A-5-e/04_02a
  • Seite / Blatt: 01, 02