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Manuskripte 1957

Inhalt: 89 Manuskripte und 11 Typoskripte zu 24 Gedichten und 2 szenischen Texten (2 Endfassungen)
Datierung: 27.11.1956 – 31.12.1957
Textträger:114 Einzelblätter (A4-Format); v.a. durchscheinende Makulatur von Gedichttyposkripten und bräunliche Blätter
Umfang: 27 Dossiers, 192 beschriebene Seiten
Publikation: GEDICHTE (10), Verstreutes (2)
Signatur: A-5-d/02 (Schachtel 37)
Herkunft: Mappe EG 57
Wiedergabe: Edierte Texte, Abbildungen, Umschriften

Der Tod in Blumen (C/D)

( 28. November 1957 )

Der Sturm reisst die Blüten, 
die schon ins Faulige riechen, 
zur Seite: da liegt der Schläfer, herein 
auf Gerüchen geglitten, erstickt 
05 in der Mitte des Wirbels: 

Wo dem Saurier nie mehr die Sonne 
stürzt an die Brust, 
sodass er, zu Lämmern gesänftigt, 
über den Himmel sich hinstreut. 

10 Und der Sturm trägt die Blüten, 
die (schwer) ins Faulige riechen, 
zur Seite, 
doch den Staub von den Wegen // 03v
in Ohren und Nüstern 
15 und in den klaffenden 
Mund des Erstickten: 
Da steht der Saurier still 
mitten im Wirbel –

Details
Konvolut: Manuskripte 1957
  • Der Tod in Blumen
  • Besonderes: Bräunliches Papier; Blatt beidseitig beschrieben; Überarbeitung (D): 7.12.1957
  • Letzter Druck: Unpubliziert
  • Textart: Verse
  • Datierung: vollständig
  • Fassung: Zwischenfassung
  • Schreibzeug: Bleistift
  • Signatur: A-5-d/02_015
  • Seite / Blatt: 03r/v

Die Heilung (A)

( 20. August 1957 )

„Glaubst du, dass ich,
weil ich im Buschhemd und in zerrissenen 
Farmerhosen am Abfallkorb lehne, 
eine Banane angegessen hinterm Rücke versteckt, 
05 glaubst du, dass ich deswegen berührbarer bin als andere Engel?“

Der Geheimrat dachte sofort, 
als er ihn von weitem sah, 
von einer weissen Bank aus, 
wie er hinten im Park stand 
10 unter Kindern und scheltenden Müttern: 
dass dieser gekommen war in den schläfrigen Sonntag, 
ihm seine Heilung zu bringen. 

Gewiss wars ihm dann, 
als die Sonne den Nebel fester umnahm 
15 und die Kinder entglitten: // 01v
da blieb jener drüben zwischen den schweren
Todkastanien stehen, 
obwohl es schon anfing zu rieseln 
und auch das stupsnasige Mädchen, 
20 das zwischen den Bänken hartnäckig 
verlegen lang schon auf- und abging, 
sein Rad nahm und wegfuhr: 
um dem Duft von schlechter 
Seife und Parfüm zu entfliehen, 
25 hatte der Geheimrat die Bank schon dreimal gewechselt – 

Als er jetzt langsam herankam, 
lachte der Engel und streckte ihm die Banane entgegen: 
Aber die Füsse, nein, die liess er nicht küssen, 
obwohl der Geheimrat 
30 schon den Stock auf den Boden 
gelegt hatte und sich anschickte, zu knien, 
ungeachtet, dass der Saum seines schwarzen // 02
Sonntagsmantels in den Kies, 
in den Sand sank; 
35 und es regnete jetzt sehr stark: 
Der Engel hob ihn auf und steckte 
ihm in den Mund den ganzen Rest der Banane. –

Details
Konvolut: Manuskripte 1957
  • Die Heilung
  • Besonderes: Bräunliches Papier; Blatt 01 beidseitig beschrieben
  • Letzter Druck: Unpubliziert
  • Textart: Verse
  • Datierung: vollständig
  • Fassung: Zwischenfassung
  • Schreibzeug: Bleistift
  • Signatur: A-5-d/02
  • Seite / Blatt: 01r/v-02

Die Heilung (B)

( 03. November 1957 )

„Glaubst du, dass ich,
weil ich im karierten Hemd und in 
Farmerhosen am Abfallkorb lehne, 
in der Hand eine angegessne Banane, 
05 glaubst du, dass ich deswegen nahbarer bin als andere Engel?“

Der Geheimrat dachte sofort, 
als er ihn von einer weissen 
Bank aus unter Kindern 
und gestikulierenden Müttern hinten im Park stehn sah: 
10 dass dieser gekommen war in den Sonntag, 
ihm seine Heilung zu bringen. 

Gewiss war es ihm dann, 
als die Sonne den Nebel fester umnahm // 03v
und die Kinder entglitten: 
15 da blieb jener drüben zwischen den schweren 
Todkastanien stehen, 
obwohl es anfing zu rieseln 
und auch das Mädchen, 
das zwischen den Bänken hartnäckig 
20 verlegen lang schon auf- und abging, 
sein Rad nahm und wegfuhr. 

Als er jetzt langsam und keuchend 
von Asthma herankam, 
lachte der Engel und streckte ihm die Banane entgegen: 
25 Aber die Füsse, nein, die liess er nicht küssen, 
obwohl der Geheimrat schon den Stock auf den Boden 
gelegt und sich anschickte zu knien, 
ungeachtet, dass der Saum seines // 04
Sonntagsüberziehers 
30 in den Kies, in den Sand sank. 
Und es begann jetzt sehr stark zu regnen: 
Der Engel hob ihn auf und steckte 
ihm in den Mund den ganzen Rest der Banane.

Details
Konvolut: Manuskripte 1957
  • Die Heilung
  • Besonderes: Bräunliches Papier; Blatt 03 beidseitig beschrieben
  • Letzter Druck: Unpubliziert
  • Textart: Verse
  • Datierung: vollständig
  • Fassung: Zwischenfassung
  • Schreibzeug: Bleistift
  • Signatur: A-5-d/02
  • Seite / Blatt: 03r/v, 04

Die Heilung (C/D)

( 28. November 1957 )

„Glaubst du, dass ich,
weil ich im Buschhemd und in 
Farmerhosen am Abfallkorb lehne, 
in der Hand eine angegessne Banane, 
05 glaubst du, dass ich deswegen 
nahbarer bin als andere Engel?“

Der Geheimrat dachte sofort, 
als er ihn von seiner weissen 
Bank aus unter Kindern und strickenden Müttern 
10 hinten im Park stehen sah:
dass dieser gekommen war in den Sonntag, 
ihm seine Heilung zu bringen. // 05v

Gewiss war es ihm, als die Sonne den Nebel 
fester umnahm und die Kinder entglitten: 
15 Da blieb jener zwischen den schweren 
Todkastanien stehen, 
obwohl es anfing zu rieseln 
und auch das Mädchen, 
das zwischen den Bänken 
20 verlegen lang schon auf- und abging, 
sein Rad nahm und wegfuhr. 

Als er jetzt, keuchend 
von Asthma, herankam, 
lachte der Engel und streckte 
25 ihm die Banane entgegen. 
Aber die Füsse, nein, liess er nicht küssen, 
wenn auch der Stock des Geheimrats 
schon auf der Erde // 06
lag und er sich zu knien anschickte 
30 – ungeachtet ,des Saums 
seines Sonntagsmantels, 
der in den Sand sank – .

Und es regnete sehr stark: Der Engel 
hob ihn auf und steckte 
35 ihm in den Mund den ganzen Rest der Banane.

Details
Konvolut: Manuskripte 1957
  • Die Heilung
  • Besonderes: Bräunliches Papier; Blatt 05 beidseitig beschrieben
    Überarbeitung (D): 7.12.1957
  • Letzter Druck: Unpubliziert
  • Textart: Verse
  • Datierung: vollständig
  • Fassung: Zwischenfassung
  • Schreibzeug: Bleistift
  • Signatur: A-5-d/02
  • Seite / Blatt: 05r/v, 06

Das Atelier oder das Himmlische Jerusalem (A)

( 20. August 1957 )

Der Meister sitzt ermüdet und isst
schnell ein belegtes Brot zu einem Glas Milch in der Nische, 
die die grellen 
Balken der Scheinwerfer verschliessen 
05 vor den Blicken des Chors, 
der sein Lied auch jetzt noch übt, in der Pause. 

Verspätet kommt noch der eine 
und andre Chorist übers Gelände 
der sonst verfallenen Filmstadt, 
10 wo Kinder Kulissenreste aufsammeln, 
zum schwarzen Türvorhang:
Dort leuchtet ihm eine der Wachen  
mit der Lampe in seinen Ausweis, 
indes die andre auf- und abpatroulliert, // 01v
15 doch nie über die mit weissen 
Pflastersteinen gezogne Linie hinausgeht. – 

Drinnen drehen die Augen auf den Gestellen 
plötzlich und werfen die Balken 
den Choristen ins Aug, 
20 die sich tief über die Noten 
beugen, zu schwitzen, zu zittern beginnen: 
Der Meister tritt aus der Nische, indes er, 
schon die eine Hand hebend, 
sein Trikot mit der anderen straff zieht.

Details
Konvolut: Manuskripte 1957
  • Das Atelier
  • Besonderes: Bräunliches Papier; Blatt beidseitig beschrieben
  • Letzter Druck: Unpubliziert
  • Textart: Verse
  • Datierung: vollständig
  • Fassung: Zwischenfassung
  • Schreibzeug: Bleistift
  • Signatur: A-5-d/02_017
  • Seite / Blatt: 01r/v

Das Atelier oder das Himmlische Jerusalem (B)

( 18. November 1957 )

Der Meister isst schnell ein Schinkenbrot in der Nische, 
die die Scheinwerfer, künstliche Cherube, 
vor dem Blick der Choristen mit grellen Balken verriegeln. 

Der eine oder andere kommt noch verspätet 
05 übers Gelände der verfallenden Filmstadt, 
wo Kinder Kulissenreste aufsammeln, 
zum schwarzen Türvorhang: 
Dort leuchtet ihm die eine der Wachen 
in seinen Ausweis; die andre 
10 patroulliert auf- und ab und achtet 
genau darauf, die Linie  aus weissen // 02v
Pflastersteinen nicht zu berühren. 

Drinnen wenden die Cherube 
plötzlich und stossen die Balken 
15 den Choristen ins Aug:
das fällt hinab in die Noten. – 
Der Meister tritt aus der Nische und wischt 
mit der einen Hand über den Mund, 
mit der andern zieht er sein Trikot straff.

Details
Konvolut: Manuskripte 1957
  • Das Atelier
  • Besonderes: Bräunliches Papier; Blatt beidseitig beschrieben
  • Letzter Druck: Unpubliziert
  • Textart: Verse
  • Datierung: vollständig
  • Fassung: Zwischenfassung
  • Schreibzeug: Bleistift
  • Signatur: A-5-d/02_017
  • Seite / Blatt: 02r/v

Das Atelier oder das Himmlische Jerusalem (C/D)

( 29. November 1957 )

Die Cherubim verriegeln die Nische, 
wo der Dirigent sein Schinkenbrot isst, 
mit grellen Balken 
vor dem Blick der Choristen. 

05 Einer kommt noch 
übers Gelände der Filmstadt verspätet 
zum schwarzen Türvorhang: Die eine 
Wache leuchtet in seinen Ausweis; die andre 
patroulliert auf- und ab und achtet 
10 genau, die Linie aus weissen 
Pflastersteinen nicht zu betreten. // 03v

Denn es wenden die Cherubim plötzlich 
und stossen die Balken 
den Choristen ins Auge: 
15 es fällt hinab in die Noten. – 

Der Dirigent tritt aus der Nische und wischt 
sich den Mund mit der einen 
Hand, mit der andern 
zieht er sein Trikot straff.

Details
Konvolut: Manuskripte 1957
  • Das Atelier
  • Besonderes: Bräunliches Papier; Blatt beidseitig beschrieben; Überarbeitung (D): 7.12.1957
  • Letzter Druck: Unpubliziert
  • Textart: Verse
  • Datierung: vollständig
  • Fassung: Zwischenfassung
  • Schreibzeug: Bleistift
  • Signatur: A-5-d/02_017
  • Seite / Blatt: 03r/v

Das Glashaus (A)

( 21. August 1957 )

Die Engel öffnen mein Glashaus zwar zuweilen,
aber nur, um mich sehr schnell hinauf in die Luft 
zu tragen, sodass mich beim Aufstieg oft die Zweige der Wipfel 
schmerzhaft peitschen 
05 und ich fürchte, ich stürze 
gleich in die Öllache vor der Tankstelle hinunter. 

Dort hupt man, dort ruft man 
und hört nicht den Zank, 
den die Nachbarsengel mit meinen Engeln aufrühren, 
10 sodass sie, allzu heftig auf- und abfahrend und zerrend 
mich wirklich fallen lassen, beinahe. 

Und wieder drinnen im Glashaus, mir schwitzen noch Hände und 
Füsse, gehts mir nicht besser: 
Wenn ich die Hand ausstrecke, 
um einen, der draussen vorbeigeht, zu grüssen, 
15 zerschlag ich in meiner Freude die Wand 
und werf ihm die Scherben grad ins Gesicht. 
Sodass er schleunig wegläuft und sich mit dem // 01v
Taschentuch das Blut von der Stirn wischt. – 

Meinen Engeln aber sehe ich an, obwohl sie nie etwas sagen, 
20 dass sie die Arbeit, schon wieder 
eine neue Scheibe zu schneiden und einzusetzen, 
mir heimzahlen beim nächsten Spazierflug.

Details
Konvolut: Manuskripte 1957
  • Das Glashaus
  • Besonderes: Bräunliches Papier; Blatt beidseitig beschrieben
  • Letzter Druck: GEDICHTE 1960
  • Textart: Verse
  • Datierung: vollständig
  • Fassung: Zwischenfassung
  • Schreibzeug: Bleistift
  • Signatur: A-5-d/02_018
  • Seite / Blatt: 01r/v

Das Glashaus (B)

( 18. November 1957 )

Die Engel öffnen zwar zuweilen sein Glashaus,
aber nur, um ihn sehr schnell in die Lüfte 
zu tragen, sodass ihn beim Aufstieg oft die Zweige der Wipfel 
schmerzhaft peitschen 
05 und er fürchtet, 
gleich in die Öllache vor der Tankstelle hinunter zu stürzen. 

Dort hupt man, dort ruft man 
und hört nicht den Zank, 
den die Nachbarsengel mit seinen Engeln aufrühren, 
10 die dann, allzu heftig auf- und abfahrend und zerrend, 
ihn wirklich fallen liessen, beinahe. // 02v

Und wieder drinnen im Glashaus zerschlägt er, 
wenn er die Hand hebt, 
um einen, der draussen vorbeigeht, zu grüssen, 
15 in seiner Freude die Wand 
und wirft ihm die Scherben 
grad ins Gesicht, 
sodass dieser wegläuft 
und sich mit dem Taschentuch das Blut von der Stirn wischt. 

20 Seine Engel sagen zwar nichts: aber werden 
sie ihm die Arbeit, eine neue 
Scheibe zu schneiden, zu kitten, 
nicht schon morgen mit heftigem Fahren und Zerren 
heimzahlen, beim nächsten Spazierflug?

Details
Konvolut: Manuskripte 1957
  • Das Glashaus
  • Details: V. 03 Emendation: ihm → ihn
  • Besonderes: Bräunliches Papier; Blatt beiseitig beschrieben
  • Letzter Druck: GEDICHTE 1960
  • Textart: Verse
  • Datierung: vollständig
  • Fassung: Zwischenfassung
  • Schreibzeug: Bleistift
  • Signatur: A-5-d/02_018
  • Seite / Blatt: 02r/v

Das Glashaus (C/D)

( 29. November 1957 )

Die Engel öffnen
zwar täglich sein Glashaus, aber nur, 
um ihn schnell in die Lüfte 
zu tragen, sodass ihn der Wipfel 
05 peitscht und er fürchtet, 
hinab in die Öllache vor der Garage zu stürzen. 

Dort hupt man und ruft 
und hört nicht den Zank, 
den die Nachbarsengel mit seinen Engeln aufrühren, 
10 die heftig auf- und abfahren und zerren 
und ihn wirklich fallen liessen, beinahe. 

Doch wieder sicher im Glashaus, zerschlägt er, 
als er die Hand hebt, um einen, 
der vorbeigeht, zu grüssen, die Wand // 03v
15 und wirft ihm die Scherben 
grad ins Gesicht, 
sodass dieser das Blut 
mit dem Taschentuch von der Stirn wischt und wegläuft 

Seine Engel schweigen; aber 
20 sie werden die Arbeit, eine neue 
Scheibe zu schneiden, zu kitten, 
morgen heimzahlen beim Aufflug.

Details
Konvolut: Manuskripte 1957
  • Das Glashaus
  • Besonderes: Bräunliches Papier; Blatt beidseitig beschrieben; Überarbeitung (D): 8.12.1957
  • Letzter Druck: GEDICHTE 1960
  • Textart: Verse
  • Datierung: vollständig
  • Fassung: Zwischenfassung
  • Schreibzeug: Bleistift
  • Signatur: A-5-d/02_018
  • Seite / Blatt: 03r/v

Der Fischteich (A)

( 22. August 1957 )

Es genügt, dass ein Auto beim Parken
einem andern die Stossstange verbeult,
um die Dame und zwei ältere Herren,
den einen mit Halbglatze,
05 auf der Terrasse von ihrem Eis
aufschiessen zu lassen.

Und das kleine Mädchen im Schottenrock
auf den Stuhl steigen
und alle ihre Blicke nach dem Ort des Missgeschicks richten zu lassen:
10 Neugier genügt.

Es genügt, dass die Sonne
sich einen Augenblick hinter Wolken zurückzieht,
damit sie alle, als hätte man es ihnen also verwiesen,
sich wieder setzen und wieder ganz auf ihr Eis konzentrieren:
15 Ein Tadel genügt. // 01v
Es genügt, dass die Fliegen
hin- und her durch die Luft
schwärmen, damit wieder offen
der Teich liegt mit dem immer unmerklich erneuerten Wasser,
20 damit die unberührbaren Fische,
die dem Helios heilig sind, schwimmen:
Mehr als alles, Erinnerung, die genügt.

Details
Konvolut: Manuskripte 1957
  • Der Fischteich
  • Besonderes: Bräunliches Papier; Blatt beidseitig beschrieben
  • Letzter Druck: Verstreutes
  • Textart: Verse
  • Datierung: vollständig
  • Fassung: Zwischenfassung
  • Schreibzeug: Bleistift
  • Signatur: A-5-d/02_019
  • Seite / Blatt: 01r/v

Der Fischteich (B)

( 19. November 1957 )

Es genügt, dass ein Wagen beim Parken
einem andern die Stossstange verbeult,
um die Frau und zwei ältere Männer,
den einen mit Halbglatze,
05 von ihrem Eis auf der Terrasse
aufschiessen zu lassen;

und das kleine Mädchen im Schottenrock
auf den Stuhl steigen
und alle vier ihre Blicke nach dem Ort des Missgeschicks richten zu lassen:
10 Neugier genügt.

Es genügt, dass die Sonne
sich einen Augenblick hinter Wolken zurückzieht,
damit sie alle, da man es ihnen also verwiesen, // 02v
sich wieder setzen und wieder ganz auf ihr Eis konzentrieren:
15 Ein Tadel genügt.

Es genügt, dass die Fliegen
hin- und her durch die Luft
schwärmen, damit wieder offen
der Teich liegt mit dem immer unmerklich erneuerten Wasser,
20 damit die unberührbaren Fische,
die dem Helios heilig sind, schwimmen:
Mehr als alles, Erinnerung, die genügt.

Details
Konvolut: Manuskripte 1957
  • Der Fischteich
  • Besonderes: Bräunliches Papier; Blatt beidseitig beschrieben
  • Letzter Druck: Verstreutes
  • Textart: Verse
  • Datierung: vollständig
  • Fassung: Zwischenfassung
  • Schreibzeug: Bleistift
  • Signatur: A-5-d/02_019
  • Seite / Blatt: 02r/v

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Manuskripte 1957 (alph.)
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    Der Sturm reisst die Blüten die...

  • Der Tod in Blumen (B)

    Der Sturm reisst die Blüten, die schon...

  • Der Tod in Blumen (C/D)

    Der Sturm reisst die Blüten, die schon...

  • Dialog (A)

    01 Chiron, legt die Leier...

  • Dialog (B)

    01 Chiron, legt die Leier...

  • Die Dryade (A)

    Mit ihren Ästen greift die Dryade unter...

  • Die Dryade (B)

    Mit ihren Ästen greift die Dryade unter...

  • Die Dryade (C)

    Mit ihren Ästen greift die Dryade unter...

  • Die Dryade (D)

    Mit ihren Ästen greift die Dryade unter...

  • Die Dryade (E)

    Mit ihren Aesten greift die...

  • Die Engelsburg (Der Kaiser spricht) (A)

    Als ich die Augen in der...

  • Die Engelsburg: Kaiser Hadrian spricht (B)

    Als ich die Augen in der...

  • Die Engelsburg: Kaiser Hadrian spricht (C)

    Als ich die Augen auftat in der...

  • Die Engelsburg: Kaiser Hadrian spricht (D)

    Als ich die Augen auftat in der...

  • Die Engelsburg: Kaiser Hadrian spricht (E)

    Als ich die Augen auftat in der...

  • Die Heilung (A)

    „Glaubst du, dass ich, weil ich...

  • Die Heilung (B)

    „Glaubst du, dass ich, weil ich...

  • Die Heilung (C/D)

    „Glaubst du, dass ich, weil ich...

  • Die Münze (B)

    Zweifelst du, Leser von Büchern,...

  • Die Münze (C)

    Zweifelst du, Leser von Büchern,...

  • Die Sibylle (A)

    Nur in den ersten Nächten des...

  • Die Sibylle (B)

    Nur in den ersten Nächten des...

  • Die Sibylle (C)

    Nur in den ersten Nächten des...

  • Die Sibylle (D)

    Nur in den ersten Nächten des...

  • Die Staubwolke (A)

    Die Wolke, die dunkel dort am...

  • Die Staubwolke (B)

    Die Staubwolke, die dort am...

  • Die Staubwolke (C/D)

    Werfen die persischen Reiter dort...

  • Flieder (A)

    Der Flieder deiner Stimme tönt...

  • Flieder (B)

    Der Flieder dringt mit weisser...

  • Flieder (C)

    Der Flieder dringt mit weisser...

  • Flieder (D)

    Der Flieder dringt mit weisser...

  • Flieder (E)

    Der Flieder dringt mit weisser...

  • Flieder (F)

    Der Flieder dringt mit weisser...

  • Fontana tiburtina (A)

    Dein Wasservorhang, Neptunus,...

  • Fontana tiburtina (B)

    Dein Wasservorhang, Neptunus,...

  • Fontana tiburtina (C/D)

    Dein Wasservorhang, Neptunus, verbirgt...

  • Fontana tiburtina (E)

    Dein Wasservorhang, Neptunus,...

  • Garten und Strand (A)

    Der Lampion treibt leicht auf dem...

  • Garten und Strand (B)

    Der Lampion treibt im Gelächter hin auf...

  • Garten und Strand (C)

    Der Lampion treibt im Gelächter auf den...

  • Garten und Strand (D)

    Der Lampion treibt im Gelächter auf den...

  • Hermes (A)

    Es gelingt dir, Totenführer, die...

  • Hermes (B)

    Es gelingt dir, die Uhrwerkpuppe, die dich...

  • Hermes (C)

    Es gelingt ihm, die Uhrwerkpuppe, die ihn...

  • Hermes (D)

    Sie mitzunehmen im Wagen, ist das...

  • Man könnte dich schwarz …* (A)

    Man könnte dich schwarz, man...

  • Nero und der Frosch (A)

    „Nicht dass ihr glaubt, ich, der...

  • Nero und der Frosch (B)

    „Einen Sohn will ich – Warum...

  • Nero und der Frosch (C)

    „Einen Sohn will ich gebären –...

  • Neros Frosch (D)

    „Nachdem ich ihn lange im Leib...

  • Neros Frosch (E)

    „Nachdem ich im innerlichen...

  • Neros Frosch (F/G)

    Heute geleitet zwar die...

  • Orpheus im Hafen (A)

    Nichts ist hier, was man...

  • Orpheus im Hafen (B)

    Nichts ist hier, was man...

  • Orpheus im Hafen (C)

    Nichts ist hier, was man...

  • Orpheus im Hafen (D)

    Hier ist nichts, was man...

  • P. P. Rubens: Der heilige Sebastian (A)

    Wer es vermöchte dich...

  • Peter Paul Rubens: Der heilige Sebastian (B)

    Wer es vermöchte dich...

  • Peter Paul Rubens: Der heilige Sebastian (C)

    Wer es vermöchte, dich...

  • Requiem für R. Sch., der, aufgegriffen an der Autobahn, durch das eigene Messer umkam. (B)

    Dass du mir nicht mit den anderen...

  • Requiem für R. Sch., der, aufgegriffen an der Autobahn, durch das eigene Messer umkam. (C)

    Dass du mir nicht mit den anderen...

  • Requiem für R. Sch., der, aufgegriffen an der Autobahn, durch das eigene Messer umkam. (D)

    Dass du nicht mit den anderen...

  • Requiem für Raimund Schmid (A)

    Dass du mir nicht in Birnau mit den...

  • Totenführer …* (B)

    Totenführer schienst du und...

  • Totenführer …* (C*)

    Totenführer schienst du, und...

  • Wolken (A)

    Ballen, auf den blauen Bahnen...

  • Wolken (B)

    Ballen, auf den blauen Bahnen...

  • Wolken (C)

    Ballen, auf blauen Bahnen...

  • Xenion (A)

    Die Koppel Hunde bleibt in...

  • Xenion (B)

    Die Hundekoppel kläfft im...

  • Xenion (C)

    Die Hundekoppel kläfft im...

Manuskripte 1957 (Datum)
  • Der Kardinal (A)

    Sein Purpur rollt, wenn er im...

  • Dialog (A)

    01 Chiron, legt die Leier...

  • Die Dryade (A)

    Mit ihren Ästen greift die Dryade unter...

  • Xenion (A)

    Die Koppel Hunde bleibt in...

  • Orpheus im Hafen (A)

    Nichts ist hier, was man...

  • Flieder (A)

    Der Flieder deiner Stimme tönt...

  • P. P. Rubens: Der heilige Sebastian (A)

    Wer es vermöchte dich...

  • Wolken (A)

    Ballen, auf den blauen Bahnen...

  • Die Engelsburg (Der Kaiser spricht) (A)

    Als ich die Augen in der...

  • Garten und Strand (A)

    Der Lampion treibt leicht auf dem...

  • Requiem für Raimund Schmid (A)

    Dass du mir nicht in Birnau mit den...

  • Der Schmetterling (A)

    Du folgst mir, Schmetterling, durch alle...

  • Ara illuminata (A)

    Über das von Glühlampen umkränzte...

  • Der Kardinal (B)

    Sein Purpur rollt, wenn er im...

  • Dialog (B)

    01 Chiron, legt die Leier...

  • Die Dryade (B)

    Mit ihren Ästen greift die Dryade unter...

  • Xenion (B)

    Die Hundekoppel kläfft im...

  • Orpheus im Hafen (B)

    Nichts ist hier, was man...

  • Flieder (B)

    Der Flieder dringt mit weisser...

  • Flieder (C)

    Der Flieder dringt mit weisser...

  • Peter Paul Rubens: Der heilige Sebastian (B)

    Wer es vermöchte dich...

  • Die Engelsburg: Kaiser Hadrian spricht (B)

    Als ich die Augen in der...

  • Wolken (B)

    Ballen, auf den blauen Bahnen...

  • Garten und Strand (B)

    Der Lampion treibt im Gelächter hin auf...

  • Requiem für R. Sch., der, aufgegriffen an der Autobahn, durch das eigene Messer umkam. (B)

    Dass du mir nicht mit den anderen...

  • Der Schmetterling (B)

    Du folgst mir, Schmetterling,...

  • Ara illuminata (B)

    Über das von Glühlampen umkränzte...

  • Der Kardinal (C)

    Sein Purpur rollt, wenn er im...

  • Antonius und der Satyr / Dialog (A)

    Satyr, bricht aus dem Gehölz: Wo...

  • Nero und der Frosch (A)

    „Nicht dass ihr glaubt, ich, der...

  • Nero und der Frosch (B)

    „Einen Sohn will ich – Warum...

  • Nero und der Frosch (C)

    „Einen Sohn will ich gebären –...

  • Neros Frosch (D)

    „Nachdem ich ihn lange im Leib...

  • Die Dryade (C)

    Mit ihren Ästen greift die Dryade unter...

  • Xenion (C)

    Die Hundekoppel kläfft im...

  • Orpheus im Hafen (C)

    Nichts ist hier, was man...

  • Peter Paul Rubens: Der heilige Sebastian (C)

    Wer es vermöchte, dich...

  • Flieder (D)

    Der Flieder dringt mit weisser...

  • Flieder (E)

    Der Flieder dringt mit weisser...

  • Wolken (C)

    Ballen, auf blauen Bahnen...

  • Die Engelsburg: Kaiser Hadrian spricht (C)

    Als ich die Augen auftat in der...

  • Garten und Strand (C)

    Der Lampion treibt im Gelächter auf den...

  • Requiem für R. Sch., der, aufgegriffen an der Autobahn, durch das eigene Messer umkam. (C)

    Dass du mir nicht mit den anderen...

  • Der Schmetterling (C)

    Du folgst mir, Schmetterling, durch alle...

  • Ara illuminata (C)

    Wachtraum eines Schülers vor dem...

  • Der Kardinal (D)

    Sein Purpur rollt, wenn er im...

  • Neros Frosch (E)

    „Nachdem ich im innerlichen...

  • Die Dryade (D)

    Mit ihren Ästen greift die Dryade unter...

  • Die Engelsburg: Kaiser Hadrian spricht (D)

    Als ich die Augen auftat in der...

  • Antonius und der Satyr / Dialog (B)

    Satyr, bricht aus dem Gehölz: Wo...

  • Man könnte dich schwarz …* (A)

    Man könnte dich schwarz, man...

  • Totenführer …* (B)

    Totenführer schienst du und...

  • Totenführer …* (C*)

    Totenführer schienst du, und...

  • Der Tod in Blumen (A)

    Der Sturm reisst die Blüten die...

  • Die Heilung (A)

    „Glaubst du, dass ich, weil ich...

  • Das Atelier oder das Himmlische Jerusalem (A)

    Der Meister sitzt ermüdet und...

  • Das Glashaus (A)

    Die Engel öffnen mein Glashaus...

  • Der Fischteich (A)

    Es genügt, dass ein Auto beim...

  • Hermes (A)

    Es gelingt dir, Totenführer, die...

  • Der Fisch und der versunkene Poseidon (A)

    Die Fischhändlerin leert den...

  • Der Biertrinker (A)

    Bist du schon so verroht, Leser...

  • Fontana tiburtina (A)

    Dein Wasservorhang, Neptunus,...

  • Die Staubwolke (A)

    Die Wolke, die dunkel dort am...

  • Die Sibylle (A)

    Nur in den ersten Nächten des...

  • Die Sibylle (B)

    Nur in den ersten Nächten des...

  • Der Tod in Blumen (B)

    Der Sturm reisst die Blüten, die schon...

  • Die Heilung (B)

    „Glaubst du, dass ich, weil ich...

  • Das Atelier oder das Himmlische Jerusalem (B)

    Der Meister isst schnell ein...

  • Das Glashaus (B)

    Die Engel öffnen zwar zuweilen...

  • Der Fischteich (B)

    Es genügt, dass ein Wagen beim...

  • Hermes (B)

    Es gelingt dir, die Uhrwerkpuppe, die dich...

  • Hermes (C)

    Es gelingt ihm, die Uhrwerkpuppe, die ihn...

  • Die Münze (B)

    Zweifelst du, Leser von Büchern,...

  • Fontana tiburtina (B)

    Dein Wasservorhang, Neptunus,...

  • Die Staubwolke (B)

    Die Staubwolke, die dort am...

  • Die Sibylle (C)

    Nur in den ersten Nächten des...

  • Neros Frosch (F/G)

    Heute geleitet zwar die...

  • Der Fisch und der versunkene Poseidon (B)

    Die Fischhändlerin leert den...

  • Der Tod in Blumen (C/D)

    Der Sturm reisst die Blüten, die schon...

  • Die Heilung (C/D)

    „Glaubst du, dass ich, weil ich...

  • Das Atelier oder das Himmlische Jerusalem (C/D)

    Die Cherubim verriegeln die...

  • Das Glashaus (C/D)

    Die Engel öffnen zwar täglich...

  • Der Fischteich (C/D)

    Es genügt, dass ein Wagen beim...

  • Hermes (D)

    Sie mitzunehmen im Wagen, ist das...

  • Der Fisch und der versunkene Poseidon (C)

    Die Fischhändlerin leert den...

  • Fontana tiburtina (C/D)

    Dein Wasservorhang, Neptunus, verbirgt...

  • Die Münze (C)

    Zweifelst du, Leser von Büchern,...

  • Die Staubwolke (C/D)

    Werfen die persischen Reiter dort...

  • Die Sibylle (D)

    Nur in den ersten Nächten des...

  • Der Kardinal (E)

    Seine Robe rollt, wenn er im Park...

  • Requiem für R. Sch., der, aufgegriffen an der Autobahn, durch das eigene Messer umkam. (D)

    Dass du nicht mit den anderen...

  • Der Fisch und der versunkene Poseidon (D)

    Die Fischhändlerin leert den...

  • Die Dryade (E)

    Mit ihren Aesten greift die...

  • Flieder (F)

    Der Flieder dringt mit weisser...

  • Ara illuminata (D)

    (Wachtraum eines Schülers vor dem von...

  • Antonius und der Satyr / Dialog (C)

    Satyr, bricht aus dem Gehölz: Wo...

  • Fontana tiburtina (E)

    Dein Wasservorhang, Neptunus,...

  • Orpheus im Hafen (D)

    Hier ist nichts, was man...

  • Die Engelsburg: Kaiser Hadrian spricht (E)

    Als ich die Augen auftat in der...

  • Garten und Strand (D)

    Der Lampion treibt im Gelächter auf den...

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