„Einen Sohn will ich gebären
– warum könnte ichs nicht, wenn meine Mutter es konnte? –
nachdem ich ihn im Leib trug
und ihm im innerlichen Gespräch
05 die Schatulle auftat,
die den Stab birgt, mit dem ich
zum Singen bringe die Hunde
und zum Lachen
die steinernen Bilder.“
10 Spricht der Kaiser
und kotzt in das Laken den Frosch,
mit unverdauter, scharf stinkender Speise zusammen. // 04v
Aber obwohl eine Prozession
aus allen Priesterschaften
15 ihn jetzt in die Kammer am Tor der äusseren Mauer geleitet,
werden die Römer am Abend des Tags,
wo sie den Kaiser, aufgeschlitzt im Kot fanden,
finster schweifen und nicht
schlafen gehen in ihre Häuser,
20 bevor sie den Frosch gegriffen
und ihn verbrannt, aus Angst vor seinem Geheimnis.

