Entstanden: 12. April 1957

„Einen Sohn will ich gebären
– warum könnte ichs nicht, wenn meine Mutter es konnte? – 
nachdem ich ihn im Leib trug 
und ihm im innerlichen Gespräch 
05 die Schatulle auftat, 
die den Stab birgt, mit dem ich 
zum Singen bringe die Hunde 
und zum Lachen 
die steinernen Bilder.“

10 Spricht der Kaiser 
und kotzt in das Laken den Frosch, 
mit unverdauter, scharf stinkender Speise zusammen. // 04v

Aber obwohl eine Prozession 
aus allen Priesterschaften 
15 ihn jetzt in die Kammer am Tor der äusseren Mauer geleitet, 
werden die Römer am Abend des Tags, 
wo sie den Kaiser, aufgeschlitzt im Kot fanden, 
finster schweifen und nicht 
schlafen gehen in ihre Häuser, 
20 bevor sie den Frosch gegriffen 
und ihn verbrannt, aus Angst vor seinem Geheimnis.

SYNOPSE aller Fassungen:
Infos
  • Besonderes: Bräunliches Papier; Blatt beidseitig beschrieben; Schluss (ab V. 18) nach Datum erweitert
  • Letzter Druck: Unpubliziert
  • Textart: Verse
  • Datierung: vollständig
  • Fassung: Zwischenfassung
  • Schreibzeug: Bleistift
  • Signatur: A-5-d/02_014
  • Seite / Blatt: 04r/v