Entstanden: 04. März 1957
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A Requiem für Raimund Schmid

Dass du mir nicht mit in Birnau 

mit den anderen Schiffern einstiegst in die bizarre 

rosige Muschel, 

sondern es vorzogst, mit jähem 

mit jähem Willen  den Polizidie Zustellung
05 in jähem Versehen den Polizi dens ohnehin unvermeidlichen 

Befehls zu erwarten  an der Autobahn zu erzwingen. 


Nicht erlaubt ist dies Auge
So ein Auge ist unerlaubt,

das nichts ansieht nur schaut
das nichts ansieht nur ansieht und nichts schaut ansieht. 

Das hattest du nun zu verstehen beschlossen: 

10 die Gefahr für die andern 

Verkehrsteilnehmer 

bei so plötzlich plötzlichem Wechsel des Glanzes. – 
––––––

Überhaupt „was tun Sie hier an der Strasse?“

„Nichts, nichts, was sollte ich wollen? 

Du hast vergessen.

15 Wissen Sie nicht? …“

Du hast leider vergessen, //

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A Requiem f. R. Sch. 2

dich rechtzeitig mit andern ,

zwecks Wahrnehmung deines¿ deiner Interessen 

zusammenzuschliessen. 

20 Aber du weisst von keinen Interessen, 

es sei denn von diesem Bedürfnis, 

unüberwindlichen Bedürfnis

das auf
dem unüberwindlichen einmal unüberwindlich da ist, 

mit dem Fuss einen dürren 

Zweig weg vom

Zweig vom Strassenrand weg 

25 in die ängstlichen Gräser zu schieben.

4.3.57

 

SYNOPSE aller Fassungen:
Infos
  • Details: V. 12 Ganges] auch entzifferbar als Glanzes
  • Besonderes: Verso: Typoskripte (Der Mund (Sacro Bosco in Bomarzo)), durchgestrichen
  • Letzter Druck: Verstreutes
  • Textart: Verse
  • Datierung: vollständig
  • Fassung: Zwischenfassung
  • Schreibzeug: Bleistift
  • Signatur: A-5-d/02_010
  • Seite / Blatt: 01, 02