Entstanden: 14. Dezember 1954
Blatt 02 (A-5-c_11_021.jpg)

 B „Und wer in den Schlaf sich stürzen will ...“

„Und wer in den Schlaf sich stürzen will,

verletzt sich die Füsse an einer Rasiermesserschneide“:

Wer heraustritt aus demr düsteren Tür seineldüsteren
wer heraustritt aus demr finsteren Tür seines  Wachens

auf den Lavamittag der Schwelle,

zerschneidet sich

05 dem schneidet in den nackten Fuss seiner Augen

das Messer der Flamme, das von der

Kohle züngelnd den Schmetterling

verbrennt: Die Amselkohle

steigt, gemehrt um den Flug verhinderten Flug

10 des Wurms. Und die Schnabelflamme

zittert summt? jetzt, satt,
zittert raucht¿ jetzt  im Gesang

und schneidet nochmals, schneidet

jetzt in denanderen
jetzt in den  nackten Fuss des Ohrs

dessen der sich in die Lava steigende Lava

15 Lava des Schlafmittags stürzen will

aus der Tür seines düsteren Wachens.

14.12.54

 

Infos
  • Details: V. 02/03: Ev. kein Abstand zwischen den Versen
  • Besonderes: Verso: Typoskript↑ (Sebastian Franck, S. 110)
  • Letzter Druck: Unpubliziert
  • Textart: Verse
  • Datierung: vollständig
  • Fassung: Zwischenfassung
  • Schreibzeug: Bleistift
  • Signatur: A-5-c/11_004
  • Seite / Blatt: 02