Nun erst, wo sie lächelt
und ausstreckt die Hand, die sie früher
ausstreckte oft nach dem Ball, den aus dem
Fenster ihr zuwarf der Vater, erkennt er,
05 die floh am Tag ihrer Hochzeit, die Tochter
im Mönch, mit dem, damit er ihn tröste, er lebte Kammer an Kammer:
Ins Schweigen begräbt er den Toten.
Doch wenn mit dunkel gesenktem
Gesicht er ging bisher, so grüssen
10 aus der erledigten Kammer fortan die Brüder
Augen, fröhlich erhobne.
Legende (E)
- Details
- Konvolut: Manuskripte 1954
- Details: Titeländerung: Die gefundene Tochter → Legende
- Besonderes: Verso: Typoskript (Sebastian Franck, S. 34)
- Letzter Druck: Unpubliziert
- Textart: Verse
- Datierung: vollständig
- Fassung: Zwischenfassung
- Schreibzeug: Bleistift
- Signatur: A-5-c/08_024
- Seite / Blatt: 05

E Die gefundene Tochter
Legende
Nun erst, wo sie lächelt
und ausstreckt die Hand, die sie früher
ausstreckte oft nach dem Ball, den aus dem Fenster
Fenster ihr zuwarf der Vater, erkennt er,
05 die floh am Tag ihrer Hochzeit, die Tochter
im Mönch, mit dem er, damit er ihn tröste, er lebte Kammer
an Kammer:
Ins Schweigen begräbt er den Toten.
Doch wenn mit dem dunkel gesenktenm
Gesicht er ging bisher, so grüssen
10 aus der erledigten Kammer die Brüder ↔ die Brüder ↑fortan↑
Augen, fröhlich fortan erhobne.
13.7.54
Inhalt: 205 Manuskripte und 25 Typoskripte zu 33 Gedichten (3 Endfassungen)
Datierung: 1.1.1954 – 27.12.1954
Textträger: 271 Einzelblätter (A4-Format)
Umfang: 36 Dossiers, 270 beschriebene Seiten
Publikation: Die verwandelten Schiffe (15 Gedichte), Verstreutes (3 Gedichte)
Signatur: A-5-c/08 (Schachtel 35)
Herkunft: Mappe EG 54 I, EG 54 II
Wiedergabe: Edierte Texte, Abbildungen, Umschriften