Entstanden: 08. Juli 1953

Als die Pfeile fallen geblendet
im Sturz beglänzt von deinem 
dunkel weinenden Antlitz, 
vom Glanz deiner strömenden Tränen, 

05 wenn sie dir jubeln empor auf deinen Turm 
(selber in perlenbestickten Gewändern), 
weht der Rauch ihres Flehns zu dir, 
doch hindurch glänzen die Tränen, 
blenden, sodass die Pfeile 
10 fallen nieder vor dem Ebenholz deines Gesichts. 

Glänzen über den Rückenpanzer der Feinde, 
über den goldnen Gewändern der Priester, den bunten des Volkes; 

Tränen auf dunkel weinendem Antlitz 
hoch auf der Mauer.

SYNOPSE aller Fassungen:
Infos
  • Besonderes: Verso: Typoskript (Nicht vergass ich des Frühlings …), durchgestrichen
  • Letzter Druck: Unpubliziert
  • Textart: Verse
  • Datierung: vollständig
  • Fassung: Zwischenfassung
  • Schreibzeug: Bleistift
  • Signatur: A-5-c/05_020
  • Seite / Blatt: 02