Entstanden: 12. September 1953

Wenn er auch streift die Wipfel, rührt an die Zweige, die zittern
mit dem gestohlenen Schuh,
so lässt er ihn doch nicht fallen hinab in die Gärten, 
wo ruhen die Grossen des Reiches am Ufer des Flusses. 
05 Sondern bis dorthin trägt ihn der Adler, 
wo tief unter dem Turm vor dem Tor 
der König sitzt zu Gericht. 
Dort stürzt er nieder, kreist nah überm Haupt 
und wirft ihn ihm in den Schoss. 
10 Aufschaun der Dieb und der Kläger von dem umstrittnen 
Gewand, 
da weg fliegt der Vogel, lässt fragend den König: 
Wo ist der Fuss, dem zugehört der silbern zierliche Schuh? 
Und er sendet und findet die Frau, 
eben entstiegen dem Bade, 
15 rings schauend nach dem verlorenen Schuh.

SYNOPSE aller Fassungen:
Infos
  • Besonderes: Verso: Typoskript (Sebastian Franck, S. 61)
  • Letzter Druck: Unpubliziert
  • Textart: Verse
  • Datierung: vollständig
  • Fassung: Zwischenfassung
  • Schreibzeug: Bleistift
  • Signatur: A-5-c/05_033
  • Seite / Blatt: 01