S Maria della Vittoria

Synopse

  • O dem Bogen …*

    Notizbuch 1950-51 — Entstanden: 09. November 1951

    O dem Bogen
    sanft entschimmert
    stösst der Pfeil
    Gottentzücken
    05in das Herz, das ganz erhoben 
    schmerzend Teil 
    auf der Flammenspitze wimmert. 
    Die beglücken, 
    ach wie sind die Wiesen kahl 
    10an den dürren Seelenrändern, 
    mag kein Kelch die Sonne loben.

  • Reinigend herabgetrieben …*

    Notizbuch 1950-51 — Entstanden: 11. November 1951

    Reinigend herabgetrieben
    steigt das Kind in diesen Wein,
    Lächelnd rot im Kelch geblieben,
    Feuer, durch das Blut getrieben,
    05trennt es liebenden Verein // 128
    herrscht nur über Totenbein

  • S. Maria della Vittoria

    Typoskripte Kutter — Nicht datiert! . . . (Januar 1952 *)

    O dem Bogen
    sanft entschimmert
    stösst der Pfeil
    Gottentzücken
    05 in das Herz, das ganz enthoben
    auf der Flammenspitze wimmert:
    eh beglückte,
    o wie sind die Wiesen kahl,
    an den dürren Seelenrändern
    10 mag kein Kelch den Mittag loben.

    Reinigend herabgekommen
    steigt das Kind in Wundenwein.
    Liebesrot im Kelch geblieben,
    Feuer durch das Blut getrieben,
    15 trennt es, was es angenommen:
    Pfeil inmitten bebt,
    Schmachtenden belebt,
    schmilzt in Kindes Wesen ein.

  • S. Maria della Vittoria

    Typoskripte Thomas Raeber — Nicht datiert! . . . (Mai 1952 *)

    O dem Bogen
    sanft entschimmert
    stösst der Pfeil
    Gottentzücken
    05 in das Herz, das ganz enthoben
    auf der Flammenspitze wimmert:
    eh beglückte,
    heute sind die Wiesen kahl,
    an den dürren Seelenrändern
    10 mag kein Kelch den Mittag loben.

    Reinigend herabgekommen
    steigt das Kind in Wundenwein.
    Liebesrot im Kelch geblieben,
    Feuer durch das Blut getrieben,
    15 trennt es, was es angenommen:
    Pfeil inmitten bebt,
    Schmachtenden belebt,
    schmilzt in Kindes Wesen ein.

  • S. Maria della Vittoria

    Typoskripte 1952 — Entstanden: 1952

    O dem Bogen
    sanft entschimmert
    stösst der Pfeil
    Gottentzücken
    05 in das Herz, das ganz enthoben
    auf der Flammenspitze wimmert:
    eh beglückte,
    heute sind die Wiesen kahl,
    an den dürren Seelenrändern
    10 mag kein Kelch den Mittag loben.

    Reinigend herabgekommen
    steigt das Kind im Wundenwein.
    Liebesrot im Kelch geblieben,
    Feuer durch das Blut getrieben,
    15 trennt es, was es angenommen:
    Pfeil inmitten bebt,
    Schmachtenden belebt,
    schmilzt in Kindes Wesen ein.