Regen

Synopse

  • Regen

    Notizbuch 1961-65 — Entstanden: 20. Januar 1961

    In die letzten
    Winkel verkriechen
    die Vögel, der helle
    Sandschleier
    05lässt sie nicht sehen.
    Ein Regen
    rinnt nieder, zerreisst
    den Schleier und klebt
    die Körner an die
    10Erde. Die Vögel
    sind überm Wind
    wieder und wiegen
    sich auf den Drähten,
    den Blick frei ins bewölkte
    15Gelände, mit triefenden Flügeln.

  • Regen (A)

    Manuskripte 1961 — Entstanden: 04. April 1961

    Die Vögel sind in die Winkel
    eng geduckt. Der helle
    Sandschleier macht sie ängstlich
    blind. Ein Regen
    05zerreisst den Schleier, klebt
    die Körner auf die Erde.
    Die Vögel
    sind wieder überm Wind, sie sitzen,
    den Blick im bewölkten
    10Gelände, auf den Drähten, wenn
    die Federn und die schweren Flügel triefen.

  • Regen (B)

    Manuskripte 1961 — Entstanden: 20. Mai 1961

    Die Vögel ducken
    sich in die Winkel. Sandwind macht
    sie blind. Der Regen klebt
    die Körner auf die Erde.
    05Die Vögel sitzen
    wieder auf den Drähten, sehn
    nach dem Gewölk, das an den Rändern wendet,
    wenn die Federn, wenn
    die schweren Flügel trocknen.

  • Regen (C)

    Manuskripte 1961 — Entstanden: 21. Juni 1961

    Die Vögel ducken
    sich in die Winkel, vom Sandwind blind. Der Regen
    erst klebt die Körner auf die Erde. Die Vögel
    sitzen auf den Dächern, sehn
    05nach dem Gewölk, das an den Rändern wendet, wenn
    die Federn, wenn
    die schweren Federn trocknen.

  • Regen (XYZ)

    Manuskripte 1962 — Entstanden: 1961

    Die Vögel ducken
    sich in die Winkel, vom Sandwind blind. Der Regen
    klebt die Körner auf die Erde. Die Vögel
    sitzen auf den Dächern, sehn
    05nach dem Gewölk, das an den Rändern wendet, wenn
    die Federn, wenn
    die schweren Federn trocknen.

  • REGEN

    Typoskripte 1961 — Entstanden: 1961

    Die Vögel ducken
    sich in die Winkel, vom Sandwind blind. Der Regen
    klebt die Körner auf die Erde. Die Vögel
    sitzen auf den Dächern, sehn
    05 nach dem Gewölk, das an den Rändern wendet, wenn
    die Federn, wenn
    die schweren Federn trocknen.

  • Regen (A)

    Manuskripte 1962 — Entstanden: 11. April 1962

    In die letzten
    Winkel geduckt
    Vögel,
    blind hinterm stiebenden Schleier.
    05Regen rinnt und zerreisst ihn,
    klebt an die Erde
    die Körner. Die Vögel,
    überm Wind wieder, wiegen
    sich mit triefenden Flügeln
    10auf den Drähten und blinzeln
    ins Weite.

  • Regen (B)

    Manuskripte 1962 — Entstanden: 03. September 1962

    In die letzten
    Winkel geduckt
    Vögel,
    blind hinterm stiebenden Schleier.
    05Regen rinnt und zerreisst ihn,
    klebt an die Erde
    die Körner. Die Vögel,
    überm Wind wieder, wiegen
    sich mit triefenden Flügeln
    10auf den Drähten und blinzeln
    ins Weite.

  • REGEN

    Typoskripte 1962 — Entstanden: 1962

    In die letzten
    Winkel geduckt,
    Vögel, blind hinter stiebendem Schleier.
    Regen rinnt und zerreisst ihn,
    05klebt an die Erde
    die Körner. Die Vögel,
    überm Wind wieder, wiegen
    sich mit triefenden Flügeln
    auf den Drähten und blinzeln
    10 ins Weite.

  • Regen

    FLUSSUFER 1963 — Publiziert: 1963

    In die letzten
    Winkel geduckt,
    Vögel, blind hinter stiebendem Schleier.
    Regen rinnt und zerreißt ihn,
    05klebt an die Erde
    die Körner. Die Vögel,
    überm Wind wieder, wiegen
    sich mit triefenden Flügeln
    auf den Drähten und blinzeln
    10 ins Weite.